Was motiviert zum MINT-Lernen?
Budget
110.000 Euro
Projektleitung
Annika Klaus
Mit rund 900 Kindern und Jugendlichen hat sich das SINUS-Institut im Auftrag der Telekom-Stiftung auf die Suche danach gemacht, was junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) motiviert. Die im November 2024 veröffentlichten Ergebnisse der qualitativen Interviewstudie und repräsentativen Umfrage zeigen: Gut in einem schulischen MINT-Fach zurechtzukommen, bedeutet leider nicht, es auch zu mögen. Zwar schätzen drei Viertel der Kinder und Jugendlichen ihr Können etwa in Mathematik als eher gut bis sehr gut ein, doch nur rund ein Drittel mag das Fach nach eigenem Bekunden auch. Noch einmal deutlich weniger können sich vorstellen, sich beruflich in diese Richtung zu entwickeln. Und gerade in den MINT-Fächern ist die Sorge groß, sich durch Fehler vor anderen zu blamieren oder gar bloßgestellt zu werden.
Die Studienautorinnen Dr. Silke Borgstedt und Dr. Rusanna Gaber identifizieren insgesamt vier Faktoren, die sich in besonderem Maß auf die MINT-Motivation von Kindern und Jugendlichen auswirken. Den ersten und wohl entscheidendsten Impuls geben Lehrkräfte mit wohlwollender, unterstützender Haltung gegenüber den Lernenden. Darüber hinaus spielen die verfügbare Zeit im Schulalltag sowie die Lebensnähe und dadurch erfahrbare Relevanz dessen, was im Unterricht behandelt wird, eine wesentliche Rolle. Der vierte Faktor ist die Möglichkeit für Schülerinnen und Schüler, sich eigenständig und tiefergehend mit Lerninhalten auseinanderzusetzen.
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